Parodontitis - Zahnfleischentzündung

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, die durch bakterielle Beläge (Biofilm) verursacht wird. Ohne Behandlung kann sie zu Zahnfleischtaschen, Knochenabbau und letztlich zu Zahnlockerung oder Zahnverlust führen. Eine gezielte Therapie kann den Entzündungsprozess stoppen und die Stabilität der Zähne sichern.

Was ist Parodontitis?

Parodontitis bezeichnet eine Entzündung des Parodonts, also des Gewebes, das die Zähne im Kiefer verankert — dazu zählen das Zahnfleisch, die Wurzelhaut, die Fasern und der Kieferknochen. Mit fortschreitender Parodontitis entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, und es kann zu einem Abbau des Knochens kommen, wodurch die Zähne an Halt verlieren.

Ablauf einer Parodontitis Behandlung

Diagnose

  • Untersuchung durch den Zahnarzt, Messen der Tiefe von Zahnfleischtaschen mittels Sonde
  • Röntgenaufnahmen, um den Knochenabbau zu beurteilen.
  • Einschätzung der Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes. 

Vorbehandlung

  • Professionelle Zahnreinigung, Entfernung von weichen und harten Belägen.
  • Besprechung der Lebensstil-Faktoren, die die Parodontitis begünstigen könnten (z. B. Rauchen, Blutzucker). 

Taschentherapie

  • Tiefenreinigung der Zahnfleischtaschen, ggf. in örtlicher Betäubung.
  • Bei Bedarf lokale oder systemische Antibiotika oder andere antimikrobielle Maßnahmen.
  • In schwereren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein, um die Wurzel zu glätten oder die Knochendefekte aufzubauen.

Heilungsphase & Kontrolle

  • Nach etwa 6–12 Wochen: Kontrolle des Behandlungserfolgs.
  • Bei verbliebenen Taschen: weiterführende Therapien nach Bedarf. 

Langzeitpflege (supportive Parodontitistherapie)

  • Lebenslange Nachsorge: in regelmäßigen Abständen Zahnfleisch-Checks, Taschentiefe messen, professionelle Reinigung.
  • Individuell abgestimmtes Recall je nach Risikoprofil.

Vorteile einer Parodontitis Behandlung

Die Vorteile einer Parodontitis Behandlung liegen auf der Hand:

  • Erhalt der Zähne: Durch die Therapie lässt sich der Knochenabbau stoppen, und der Zahnhalteapparat wird stabilisiert.
  • Bessere Mundgesundheit: Reduktion von Entzündungszeichen wie Zahnfleischbluten, zurückgehenden Taschen und unangenehmem Mundgeruch.
  • Langfristige Kontrolle: Nach der Therapie erfolgt eine unterstützende Nachsorge mit regelmäßigen Kontrollen, um Rückfälle zu vermeiden.
  • Positive Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit: Parodontitis steht in Verbindung mit systemischen Erkrankungen — eine erfolgreiche Therapie kann sich auch positiv auf andere Gesundheitsaspekte auswirken, wie zum Beispiel Diabetes, Herz -Kreislauf-Erkrankungen oder rheumatische Erkrankungen.
  • Informationsflyer der SSO zum Thema Effekte von Parodontitis auf andere Gesundheitsaspekte

Wichtige Hinweise

  • Eine seltene, aggressive Form der Parodontitis  ist die “Parodontitis Juvenile”. Sie kann bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 20 Jahren auftreten. Eine Abklärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse wird empfohlen.
  • Parodontitis (chronisch) kann sehr schleichend verlaufen: Anfangs oft keine Schmerzen, aber deutliche Schäden am Zahnhalteapparat.
  • Risikofaktoren wie Rauchen oder schlechte Blutzucker-Kontrolle (z. B. bei Diabetes) verschlimmern den Verlauf.
  • Eine gute Mundhygiene zu Hause (tägliches Zähneputzen, Interdentalbürsten) ist essenziell – die zahnärztliche Therapie allein reicht nicht.
  • Die Nachsorge ist entscheidend: Ohne regelmäßige Kontrollen besteht ein erhöhtes Risiko für Rückfälle.

Erfahren Sie, wie moderne Parodontaltherapie Entzündungen stoppt und Ihre Zahn- und Allgemeingesundheit nachhaltig schützt.

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